Die Anfänge der Erinnerungskultur in Salzburg

Das Gedenken an die Opfer des Faschismus am 1. November am Kommunalfriedhof hat in Salzburg eine lange Tradition. Diese symbolische Würdigung ist eine wichtige Verpflichtung – in der unmittelbaren Nachkriegszeit war dies jedoch keine Selbstverständlichkeit. Am 15. Juli 1946 wurde vonseiten des SPÖ-Gemeinderatsklubs der Stadt Salzburg der Antrag gestellt „dass bei Neu- und Umbenennungen von Straßen und öffentlichen Plätzen in erster Linie den Opfern des Faschismus Rechnung getragen wird“. Man trat auch dafür ein, dass …

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Der Obersalzberg: Ein Lernort zwischen geschichtlichem Anspruch und Brettljaus‘n

Der Grat zwischen verantwortungsbewusster Erinnerungskultur und touristischer Nutzung ist am Obersalzberg ein schmaler. Die dortige Gedenkarbeit des Münchner Instituts für Zeitgeschichte kann daher gar nicht hoch genug geschätzt werden. Das anhaltende Interesse der Bevölkerung ist zweifelsohne der gelungenen Dauerausstellung geschuldet, die sich seit ihrer Eröffnung im Jahr 1999 einen Namen gemacht hat. Abseits der Ausstellung bleibt jedoch wenig Platz für historische Details – vor allem rund um das Kehlsteinhaus. Die Aussichtsterrasse verspricht launige Biergarten-Atmosphäre und …

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